Shuffle/Swing LFOs

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Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Di 13. Okt 2015, 18:07

ich konnte bisher leider keine LFOs mit Shuffle/Swing finden. Habt ihr schon mal so etwas gesehen? ich vermisse die hier in reaktor schmerzlichst :(

Genauso wie einige andere Features in Programmen von Native Instruments. Statischer Maschinenklang kann ja mal nett sein, aber auf die dauer sollte meine Maschine (und Reaktor) so langsam mal so richtig das Rollen/Grooven anfangen...

von Clist habe ich schonmal einen sehr guten ansatz gefunden:
http://www.native-instruments.com/de/re ... show/4111/

er hat einen Table für den shuffle benutzt, den man sogar editieren kann :)

so weit so gut. lässt sich sicher extrahieren und benutzen. aber längerfristig habe ich da ganz andere ziele:
dieser swingtable soll gefüllt werden durch ein Groovemuster welches aus einem Sample (1-4 taktiger loop reinladen) generiert wird.
Der Beatlooper zB hat ja diese schöne auto-snap Slice funktion. diese slice-positionen müssten mit einem sauberen 16tel takt verglichen werden und der timing-unterschied in den groove-table eingetragen werden.
ist dies technisch irgendwie möglich?
sorry bin newbie ... aber irgendwo muss man ja mal anfangen :)

schritt 2 wäre dann: das ganze in ein makro einbetten, welches man in jedes ensemble simpel einfügen kann und alles was mit timing zu tun hat quasi Fern-shuffelt /fernbedient.
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon herw » Di 13. Okt 2015, 21:13

hmm hört sich interessant an. Sample-erkennungsexperten ran! Da gäb's die Frage zu klären, wie erkennt man einem Sample einen groove an? Lautstärkeänderung? Pause? Wie lange dauert ca. ein groove-Schnipsel, so dass man nach einem neuen suchen kann?
Automatische Suche finde ich schwierig. Wie wäre es, wenn man in einer Sitzung sich den Groove abspielen lässt und parallel dazu in einer eventtable von Hand gate-Trigger abspeichert? Die Eventtable müsste dann live einen Sequenzer, Drum-Maschine oder was auch immer, ansteuern.
ciao herw
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Di 13. Okt 2015, 22:07

klar, es sind die peaks. ein envelope follower mit threshold könnte als trigger dienen.
aber einen LFO der shufflen kann hast Du auch noch nicht gesehen?
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Quietschboy » Di 13. Okt 2015, 22:51

Wie kann ich mir denn einen shuffelnden LFO vorstellen?
Shuffle bringe ich mit "deplazierten" einzelnen Schlägen eines Rhytmus zusammen. Ein LFO aber gibt ein kontinuierliches, analoges Signal aus. Meinst du damit, dass die Schwingung gestaucht und gestretcht wird? Kannst du mal eine Wellenform zeichnen/andeuten?
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Di 13. Okt 2015, 23:49

ja so eine art stretching/ PWM ist das.
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Quietschboy » Mi 14. Okt 2015, 01:26

OK
also PWM ist was anderes - Pulsweitenmodulation. Macht Sinn im Zusammenhang mit Rechteckwellen. Was du meinst ist FM. Frequenzmodulation.
Und genau darin liegt m.e. auch der Ansatz.
Wenn man mal vorraussetzt, dass deine Groove-Table schon zur Verfügung steht, ließe sich aus den Abständen, bzw. Abweichungen vom Raster der einzelnen Quantisierungspunkte sicherlich recht einfach die jeweilig gültige Frequenz des LFO berechnen. Dazu brauchst du wahrscheinlich nur die aktuelle Tempoinformation und Songposition, ein festgelegtes Raster (z.B. die 16tel) und die Position der Punkte im Takt als Zahl von 0 bis 1 (also die Groove-Table).
D.h. die Frequenz des LFO wird von Punkt zu Punkt variiert.
Weiterhin müsstest du festlegen, wieviele "Rasterpunkte" eine Wellenlänge des LFO ausmachen.
Die Kür bestünde anschließend darin, die Übergänge der LFO Frequenz nicht abrupt sondern weich zu gestalten :mrgreen:

Was die automatische Erkennung von Peaks zur Erstellung deiner Groove Table angeht, kann ich leider nichts zu sagen. Da habe ich keine praktische Erfahrung mit.
Außerdem müssten womöglich die Peaks, welche nicht zum Groove gehören (z.B. 32tel) irgendwie bei der Groove-Erkennung ausgeblendet werden.
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Mi 14. Okt 2015, 15:47

das hoert sich doch schon mal gut an :)
leider wird diese baustelle warten muessen. gibt viel zu lernen...

im moment komm ich auf keine loesung, was modulations routings angeht. zur zeit helfe ich mir mit den blocks modulationen aus. auf lange sicht haette ich das gern flexibler. am liebsten per drag&drop.
muss man dazu voll in das partial framework einsteigen?
oder gibt es evtl. templates fuer drag modulationen? auch ohne framework?
sorry fuer die ganzen fragen. aber ich habe es bisher nicht geschafft mir das framework oder den modular x anzuschauen. bin noch immer im manual...
leider kommt immer wieder der bastel und experimentiertrieb durch, welcher mich zu den blocks treibt.
aber genau das begeistert mich. ohne begeistetung gibts keine motivation. und ohne motivation kein lernen von trockener materie. am liebsten waere mir, wenn die modulationsstruktur per drag and drop automatisch in reaktor vorhanden waere :)
auf jeden regler kann man sourcen droppen. und in macros von modsourcen ist dann einfach eine pick up zone zum verdrahten.
ich kann noch nicht so ganz verstehen, weshalb ich als neuer user mich um so etwas kuemmern muss...
liest NI mit?
dann wiederhole ich das gern nochmal mit caps-lock. :)

genauso wie mir ein paar konzepte aus der maschine sehr unausgegoren vorkommen. was der eigentliche grund ist, warum ich ueberhaupt bei reaktor gelandet bin... workarounds fuer workflow schaffen.
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Mi 14. Okt 2015, 17:33

manchmal braucht man dinge nur sagen...
ich hab hier grad DIE vorlage bekommen:
http://www.native-instruments.com/de/re ... show/9057/
danke!
2,2% cpu sind aber schon happig für einen "LFO".
anyway, das teil bringt auf eine viel einfachere idee... vielleicht hätte ich mir meine standard lfo-verkettung, die ich gerne benutze mal genauer anschauen sollen, bzw dezenter einsetzen sollen:
2 Synced LFOs
Lfo2 moduliert den speed von lfo1 und am ende werden beide ausgänge addiert oder multipliziert.
einfach nur den ausgang vom ersten lfo mal probieren :)
omw
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Mi 14. Okt 2015, 18:12

Lösung:
Man nehme einfach 2 LFOs
Lfo2(sinus) ist halb so schnell (wie Lfo1), und moduliert Lfo1 mit bis zu 10% Amplitude. mit mehr als 10% entstehen die wilden Lfo muster, mit denen ich sonst so gern arbeite.
damit ist die wellenform "shuffle-lfo" aus dem ersten screenshot reproduziert (am Ausgang von Lfo1).
anmerkung: ändert man nun den LFO1 speed, muss LFO 2 folgen und auch immer in richtiger phasenlage sein...
für synced LFOs klappt das ganze so. total simpel :)
wie gut, dass ich das bisher nur so genau bei den gesyncten LFOs brauchte.

basteltips: Lfo2 wellenform und phasenlage ändern. es lebt!
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon herw » Mi 14. Okt 2015, 18:24

Thala hat geschrieben:Lösung:
Man nehme einfach 2 LFOs
Lfo2(sinus) ist halb so schnell (wie Lfo1), und moduliert Lfo1 mit bis zu 10% Amplitude. mit mehr als 10% entstehen die wilden Lfo muster, mit denen ich sonst so gern arbeite.
damit ist die wellenform "shuffle-lfo" aus dem ersten screenshot reproduziert (am Ausgang von Lfo1).
anmerkung: ändert man nun den LFO1 speed, muss LFO 2 folgen und auch immer in richtiger phasenlage sein...
für synced LFOs klappt das ganze so. total simpel :)
wie gut, dass ich das bisher nur so genau bei den gesyncten LFOs brauchte.

basteltips: Lfo2 wellenform und phasenlage ändern. es lebt!
na, da haben wir uns ja gehörig missverstanden; ich dachte, du wolltest den groove von einem sample übernehmen.
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Re: Shuffle/Swing LFOs

Beitragvon Thala » Mi 14. Okt 2015, 19:27

jaaaa!
das ist teil 2... sowas kommt dran, wenn ich drin bin und das ganze ding verstanden habe.
frage 1 war: gibt es einen shuffle-lfo?

der bringt mich beim bauen der ersten eigenen effekte/synthies weiter. ich muss kleine schritte machen, und die probleme lösen, wenn sie auftauchen.
ich weiss jetzt schon,was ich irgendwann mal mit tables anfangen werde:
eine resampling station für Lfo-muster um diese später wie sequenzen oder samples abzufeuern, ausserdem sollte man diese tables dann mathematisch miteinander verrechnen und shufflen können (alles per drehregler), am liebsten mit vorschau und execute-knopf und natürlich mit besonderem augenmerk für live-performances und deshalb alles schön quantisiert (mit so richtig groove). 16 Pads werden im screen angezeigt, und welche wellenform darauf liegen. So kann man dann schön modulationsmuster (komplexe lfos) auf die pads legen. und an beliebige stellen verteilen. dann noch alles farblich kodieren.
LFOs:
sinus+dreieck = grün
sägezahn = blau
Puls = rot
langsamer LFO = Pads leuchten dunkel
schneller LFO = Pads leuchten heller
alternative: die pads "Pulsen" die wellenform mit der leuchtstärke :)
da die Pads der maschine auch mischfarben können, sollte schon nach kurzer einarbeitung ein arbeiten ohne display möglich sein, da man nach einer weile dieser arbeitsweise anfängt Modulationen eher wie töne zu verarbeiten. stellt euch mal vor es gibt keine instrumente mit bünde/tasten und jeder sound würde legato mit glide gespielt. genau so nehmen die meisten von uns wohl einen lfo wahr, wenn man an den knöppen dreht. wenn man die LFO-muster auf tasten legt und alles schön geordnet ist und wie mit bünden/tasten spielbar ist, kommt auch dort schneller ein rhytmisches harmonieverständnis für modulationsfolgen auf, als wenn alles "freestyle"-legato läuft.
das ist halt wie FM, da "muss" man reinkommen ;)
ich glaub ich schweife ab
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