REAKTOR 6 - Wünsche

Forum für allgemeine Reaktorfragen

Moderator: herw

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KlangRaum
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von KlangRaum »

Triton hat geschrieben:… und Mehrkern-Parallelisierung …
Spätestens mit Windows 2000 (vor über 10 Jahren unterstützte es schon Dual-Prozessoren und Hyperthreading) war ja klar wohin die „Reise“ geht, bei Macs gabs auch schon früh Systeme mit 2 einzelnen Prozessoren. Damals war auch klar, das eine Leistungssteigerung über die Erhöhung der Taktfrequenz sehr bald ein Ende hat und der Ausweg in der Parallisierung liegt.

NI hat das Thema „schon ein wenig sträflich“ vernachlässigt, wenn man das mal vorsichtig so ausdrücken darf.

Reaktor ist nur stark wenn auch der Rechner stark ist und mit der Zeit wachsen die Ensembles auch mit jeder neuen und schnelleren Rechnergeneration. Solange aber Reaktor keine Parallisierung unterstützt, ist das wie eine Einbahnstrasse die in einer Sackgasse endet. NI muss da jetzt endlich ran, will man „uns“ bei der Stange halten.

Dafür würde ich sogar lieber auf einige Komfort-Spielereien innerhalb der GUI & Bedienung verzichten………

Gruss
Peter
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MvKeinen
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von MvKeinen »

Was ich etwas traurig finde ist die lange Zeit die zwischen den Reaktorreleases vergeht. Da kann man doch nicht mithalten mit den ganzen potenziellen Verbesserungen die die extrem schnelllebige Computerindustrie so hervorbringt. Beispiel Multitouchunterstützung. Während andere Firmen schon lange damit anfangen bsp. Sensomusic Usine. http://www.sensomusic.com/usine/ (Da geh ich gerade etwas fremd) ist man bei Reaktor damit beschäftigt "Neuerungen" zu implementieren die schon vor 5 Jahren erwünscht waren. Dass man jetzt mit einem Update den ganzen Rückstand aufholt glaub ich nicht. Das ist schade weil Reaktor Imo das mit Abstand mächtigste DSP tool sein kann was ich mir vorstellen kann.

Aber Max4Live sammelt gerade viele Argumente.

Mein vorschlag für die Zukunft:

Reaktor in 2 teile aufteilen:

Core sollte ausgebaut werden, garnichtmal sosehr in die Tiefe sondern in die Breite, dH eine grosse Cellbibliothek bauen die komplett durchdokumentiert ist.
Primary weg! Das ginge wenn die vielen Corecells sich im Handling so anfühlen wie die Primarymodule (Das find ich ist jetzt schon mit abstrichen der Fall)
Die Panelelemente sollten mit einer anderen Anwendung (Dem 2. reaktorteil) erstellt werden können, die eher wie eine 2D-CAD Anwendung daherkommt.

Der Aufschrei wäre gross, das ist klar.
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KlangRaum
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von KlangRaum »

Diese Aufteilung wäre imho nicht sinnvoll. Primary sollte behalten werden (alleine schon wegen der GUI und nicht nur deswegen) aber ich hätte mir schon bei der Einführung von Core gewünscht, das man die einzelnen (wenn auch nicht alle) Primary's öffnen und modifizieren kann. (Damals dachte ich, das es auf einer wie auch immer gearteten Scriptebene geschieht)

Das Core noch lange nicht als beendet gesehen werden kann, kann jeder nachvollziehen der sich mal ein wenig in die „Tiefen“ begeben hat: Da fehlen noch zu viele Grundfunktionen als direkte Corecell, die derzeit nur als Macro implementiert sind und dadurch zuviel Last erzeugen.

Beispielsweise mathematische Funktionen -jeder moderne Prozessor hat auch eine FPU:
Warum muss ich einen Sinus als krückenlangsames Macro berechnen, wenn man stattdessen auf die FPU-Hardware hätte zurückgreifen könnte? So gibt es zwar zb beim Sinus eine sehr schöne einfache und transparente Struktur aus Grundrechenarten, die diese Funktion auch für Nicht-Mathematiker entzaubert, aber ich frage mal nicht weiter, wieviele CPU-Zyklen alleine für die Parameterübergabe zwischen den einzelnen Corecells incl. deren Konstanten draufgeht, bis das Macro durchberechnet ist.....

Es ist wunderbar, wenn komplexe Primary's intern relativ gut optimiert sind und damit effizienter arbeiten. Aber jeder Versuch solche Strukturen in Core nachzubilden, ist auf der Anwenderebene manchmal ziemlich frustrierend, vorallem weil die CPU-Last schnell zu gross wird.

Zahlreiche Corefunktionen hätte man genausogut auch auf der Primaryebene ansiedeln können. Die gewählte Ebene von Core ist -auch wenn sie gekapselt ist- noch viel zu weit oben angesiedelt. Es gibt zwar jetzt einige unterschiedliche Signal-Datentpen, die aber in letzter Konsequenz nicht vollständig sind. Das Memory-Konzept kennt zwar einzelne Speicherzellen und Array/Table, aber der imho wichtigste Teil -die OBC-Konnektivität- bleibt dem Anwender verschlossen. Warum? Wenn man mal in die Tiefe geht und merkt, das mit Speicherschiebereien und logischen Verknüpfungen viele Dinge frappierend einfach erledigt werden könn(t)en, der beginnt viele Funktionen zu vermissen, als alternative bleibt dann nur eine genauso chaotische Umsetzung und Trickserei, wie man sie schon von Primary kennt......

Ich will aber auch nichts schlecht machen. Core zeigt völlig neue Möglichkeiten auf wie man grundsätzlich Module entwickeln kann. Aber ich hoffe, das es nur der erste von vielen Schritten war und das Core noch massiv optimiert ausgebaut wird.

Gruss
Peter
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Triton
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von Triton »

Hab noch eine dolle Superidee für die Corecell-Bearbeitung. Einfach den gerade aktivierten QuickBus einfärben, also an allen Ports, wo der auftaucht.

Einiges in der Core Cell Bearbeitung fällt mir immer wieder mal ein, was praktisch wäre. Frage ist immer nur Aufwand/Nutzen bei der Implementierung und irritiert's dann auch nicht. Hätte z.B. gerne manche Coremodule per einfachem Tastendruck eingefügt. So z.B. Mal und Plus oder Konstanten. "*" drücken und das Modul taucht auf.

Weiß nicht, ob nicht doch schon genannt: Ein-Voices-Arrays in Mehr-Voices-Zellen (schreiben wirkt auf alle). Problem: Verarbeitungs-Reihenfolge (welche Voice wann). Hier wird auch klar, warum der Spielraum für Arrays in Corecells relativ klein ist. Bei 1000 Voices erzeugt ein 1 Millionener Array allein schon 8 Gigabyte Speicherbedarf (und das nur "netto" und im besten Falle, ich befürchte mal, dass in den Strukturen zwangsläufig einiges gedoppelt werden muss). Da könnte man mit einem Monophonic-Array die maximale Größe drastisch anheben und neben Platz auch evtl. neue Möglichkeiten schaffen.

Eine weitere Idee wäre ein Layer-Index für Objekte auf der Panelansicht. Welches auf welchem sitzt. Und individuellere Farben für die Objekte.
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Rampensau
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von Rampensau »

Bit-Operationen, vor allem Verschiebung, auf Fließkommazahlen wären supi.
MvKeinen
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von MvKeinen »

was ganz einfaches: es wär nett, wenn man die Rheienfolge der Quickbusse neu ordnen könnte.
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Re: REAKTOR 6 - Wünsche

Beitrag von Eventmanager »

herw hat geschrieben: die Reihenfolge der Quickbusse geschieht alphabetisch. Man kann sie aber auch einfach mit einer vorangestellten Nummer in eine beliebige Reihenfolge bringen.
ciao herw
Mein Gott was bin ich froh, das bspw. die genutzten Pics jetzt endlich alphabetisch dargestellt werden, was war das vor 5.5 für ein Ostern-Spass!!! Oder das jetzt endlich die Eingangsports in Prim via Rechtsclick neu sortiert werden können, anstatt via cmd+x; cmd+v und Wiederverdrahtung der Eingänge einsortiert worden müsssen.
Ja, Reaktor 5.9 hat mittlerweile die Usability die andere Produkte mit dem ersten Vorkommastellen-Update haben. Nee, du in punkto GUI, workflow und usability ist NI nach wie vor nicht unter den Top Ten, und Reaktor (Spielwiese) bekommt nach wie vor nur ne Trostplatz-Platzierung. Wenn überhaupt!
Ich schnalls einfach nicht: NI hat ne Armada an guten, streckenweise brillianten Grafikern, Milllionen an Content-Gebern, massig Geld für Werbung und extravagante Events..., aber die Planstelle für einen FÄHIGEN Menschen der für Konzept, GUI und Workflow verantwortlich ist, scheinen sie nicht besetzen zu wollen. Oder falls doch, dann nur mit denen aus einer ganz speziellen Behinderten-Schule!

Ich gebs auf hier irgendwas konstruktives zu posten, NI ist NI, feist, fett, viel zu satt und folglich ur-bequem. In zehn Jahren ein überholtes Relikt, aber noch gehts ihnen viel zu gut.

Allerdings muss ich zu gute halten, das die Update-Politik mehr als fair ist. Reaktor 4 für umme (allerdings gabs da ja auch nur bunte Bildchen), aber von 5.0 -bis 5.9 hat sich schon einiges getan. Andere mentale BWLer und Abmahnananwalt-Psychogramme hätten da sicher 2,3 Zahl-Updates draus gemacht.
Insofern vielen Dank!
Ich würde trotzdem lieber alle 2 Jahre 99€ hinblättern, um etwas zu erhalten das die Nervereien minimiert und meinen Workflow optimiert.
Aber das wären in 10 Jahren auch 500€ - könnte ich auch gut in ein besseres Produkt investieren, aber welches? Als quasi-Monopol darf man schon schludern und simpelste Wüsche auf die lange Bank schieben, hm?

Ich liebe Bitwig. Und Oceanaudio. Das eine ist 80, das 90% von 100. Und beide sind bestrebt die hundert zu erreichen und nach Möglichkeit darüber hinaus zu gehen. Man merkt, das die nicht ein Produkt am Reißbrett entwerfen sondern es tatsächlich auch nutzen. Und vor allem das die Nähe zum "Volk" gesucht wird. Keine elitären Wichtigtuer, die sich nur alle Jubeljahre zur Lage der Nation äussern, keine antiquierte Geheimnisstuerei, kein blassiertes Besservorkommen...

Die Dinosuarier lachen noch darüber. Noch!
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