das war doch Dein Einstieg!helmsklamm hat geschrieben:...ich kann einfach nicht begreifen, warum die prim-filter nicht die option: RES wird als audio behandelt anbieten.
das ladder prim/core klingt (unmoduliert) so gut wie identisch. nur in sehr hohen RES bereichen, klingt das core teil vielleicht ne gespührte nuance besser, ansonsten aber nahezu deckungsgleich. was die beiden aber tatsächlich unterscheidet ist die cpu-last. das prim modul frist nur n drittel. trotzdem seh ich mich zähneknirschend gezwungen zum core-aquivalent zu greifen. warum?
nur das core teil bietet die möglcihkeit die RES in audiogeschwindet abzuarbeiten, das prim-teil leider nicht. und hierdurch ist tatsächlich ne extreme klangverbesserung zu hören. moduliertes RES im prim knackst ziemlich häufig/stark (materialabhängig), ebenso wie in core. ABER in core kann man nen 1pol vorschalten und das kacken wird eliminiert. in der prim version musste nen sogenannten smoother nehmen. das teil macht zwar alles knackfrei aber dafür zirpt es. ausserdem verlangsamt es (bei "brauchbaren" verzögerungen) das signal/die mod hochgradig mehr als das 1pol und ist somit schon kaum als mod zu gebrauchen.
fazit: das core-ladder klingt nicht besser. bei hoher RES etwas anders, manchmal besser, manchmal nicht. core frisst 3 mal soviel cpu. das core "kann" aber audiospeed-RES, das prim nicht. audiospeed-RES klingt (moduliert) UM WELTEN besser und kostet nur bruchteil als der komplett-"ersatz".
resümee: ich möchte einfach nur n prim-filter mit audio-RES.
Dann habe ich den Vorschlag gemacht, dass Du statt mit Samplerate das AudioCore-Macro doch auch mit einem niedriger getakteten Eventsignal füttern kannst, also quasi durch einen Eventeingang in das AudioCoreMakro eine andere Samplerate hineinschleust.
Wenn Du nun den Resonanzeingang als Eventeingang deklarierst und diesen durch ein niedriger getaktetes Eventsignal fütterst, müsste der CPU-Verbrauch eigentlich sinken:
Ich habe das unten geladene Ensemble mal zusammengestellt.
Überblick:

Das Dioden-Ladder Filter (gelber Rahmen) erhält die Audio-Signale von einem MultiWave-Oszillator. Die Resonanz wird zyklisch durch einen LFO verändert (links).
Die veränderte SampleRate erzeugt der Clock-Oszillator (roter Rahmen), Geralds EventCore-Ausgang mit Adapter (grüner Rahmen) ist vor den Resonanz-Eingang geschaltet.
Ich habe das Core Ladder Filter verändert, indem ich die Eingänge P, PM FM und Res alle auf event-Eingänge geschaltet habe, um den Effekt deutlicher zu zeigen.
Ich konzentriere mich nun nur auf den Resonanzeingang.
Die Umschaltung der Audio-Eingänge auf Eventeingänge bedeuten noch nicht, dass die Informationen, die dort hineinkommen nun nur mit Control-Rate hineingelangen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass alle ankommenden Events direkt ohne SampleRate-Taktung verarbeitet werden.
Die neue SampleRate liefert der Clockgenerator (roter Rahmen): man kann ihn einstellen für 0 ... 40000 Hz in 1000Hz-Schritten.
Wir stellen ihn z.B. auf 2000Hz.
Das Audiosignal des LFOs wird mit Hilfe von Gerald EventCore-Adapter in ein Eventsignal umgewandelt, das das Audiosignal mit 2000Hz taktet, also wesentlich seltener als die SampleRateClock des Systems, aber auch schon schneller als die ControlRate (in der Regel 400Hz). Ich habe dazu Geralds Adapter so verändert, dass er die ankommenden Audiosignale nicht mit 44100Hz taktet, sondern mit der niedrigeren Samplerate. (krümelmonster möge mir nach seinem wohl verdienten Urlaub widersprechen, wenn ich es falsch umgesetzt habe).
Der Adapter wandelt das Audiosignal des LFOs also in ein mit 2000Hz getaktetes Eventsignal um. Damit wird der Eingang der Audio-CoreCell wesentlich weniger belastet als der ursprüngliche Audioeingang (auch unbeschaltene Audioeingänge belasten die CoreCell!).
Wir schauen auf die CPU-Belastung: ich habe es an einem betagten Powerbook mit 877MHz getestet; daher die relativ hohen CPU-Belastungen.

Clock-Generator, Adapter und Filter schlagen mit insgesamt 4,3% zu Buche; nun der Vergleich mit dem Audio-Eingang: 8,2% - das ist deutlich!

Als letzten Versuch ändern wir mal die Frequenz des Clockgenerators auf höhere Frequenzen:
10000Hz : 1,2%
20000Hz : 4,4%
40000Hz : der Eventausgang des Adapters hat schwer zu arbeiten 10,1%.
Interessanterweise (besser logischerweise) bleiben alle anderen Belastungen gleich, da es sich ja um Event-Eingänge handelt!
Als beste Möglichkeit ist in der Tat das (optimierte) AtoE perm-Modul, wenn man es mit den entsprechenden Frequenzen laufen lässt (hier bei 2000Hz):

So lieber helmsklamm, jetzt hast Du genügend Material, um das ganze für Deine Zwecke auszuprobieren. Bitte lasse diesen langen Beitrag nicht ins Leere laufen und probiere es wenigstens aus

Zu guter Letzt wirst Du sicherlich noch die Frage aufwerfen, warum dann Gerald diesen Event-Ausgang erfunden hat, wo doch das AtoE perm Modul viel effektiver arbeitet.
Gerald Adapter ist sehr raffiniert, da er aus der AudioCoreCell wirklich nur einen Impuls ableitet, d.h. kommt vorne ein Event hinein und wird in der AudioCoreCell zu einem Event verarbeitet, dann gelangt auch wirklich nur dieser eine verarbeitete Event hinten heraus. Dies ist ein Hilfskonstrukt, solange NI nicht selbst diese Möglichkeit erfindet.
Meine Anwendung in diesem Beispiel ist eigentlich eine Zweckentfremdung, erläutert aber den Zusammenhang zwischen Audio- und Eventsignalen und der CPU-Belastung deutlich.
ciao herw
PS: ich habe mal probeweise hinter den LFO ein AtoE-Modul und statt des Core-Filter ein entsprechendes primary-Filter gewählt: die Belastung war 3,6%.
Eine andere Idee ist natürlich auch noch, dass du das primary-Filter-Modul ebenfalls mit Geralds Adapter und der veränderten Taktung ansteuerst. Dann gibt's aber keinen Vorteil zur CoreCell. Du hättest dann aber bei hoher Taktfrequenz 44100Hz dem primary-Modul einen Audioeingang verpasst - dies ist eher theoretisch interessant.