wehkah hat geschrieben:Mit Knobman habe ich auch die Fader & Knobs gemacht, das ist nicht das Problem. Du kannst Dich ja sicher an mein Tutorial erinnern

. Skinman finde ich nicht so toll, da bevorzuge ich doch eher Inkscape und Gimp.
Mir ging es um die von dir erwähnte Werteanzeige. Wie ich die grafisch anpasse bzw. erzeuge habe ich inzwischen rausgefunden, nur wie bekomme ich es hin die Werte dann auch noch per Hand eintragen zu können. In nem Valuefeld eines Reglers ist das ja kein Problem. Ich hatte gedacht beim Spark oder Prism geht das, da lag ich aber falsch. Ich denke sowas ist derzeit in Reaktor schlichtweg nicht möglich. Das Einbinden von Fonts und die manuelle Anpassung von Farben wäre ne klasse Funktion, dann hätte sich auch gleich ne Menge Arbeit erledigt. Mal sehen ob sowas noch kommt.
Schön Nabend!
T
klar geht das; nur hier musst du entscheiden, ob die Anzeige der Werte absolut ist oder stellenweise.
1. Möglichkeit: die
Werte werden komplett angezeigt
Beispiel: du möchtest eine Anzeige von 201 (!) Werten haben (z.B. von -1.00 bis +1.00. Du erstellst mit knobman eine entsprechende Datei und exportierst sie als tga-file. Diese skin-Datei kannst du nun als skin auf einen Regler legen (ohne value-Anzeige) oder auf ein Mausfeld oder XY-Regler; ein Mausfeld finde ich nicht so gut, da dort die Midilernfähigkeit fehlt). Nun siehst du anstelle eines animierten Reglers eben eine animierte Werteanzeige; in knobman kannst du den Zeichensatz, die Größe, die Farbe und eventuelle Zusätze (EInheit) wählen.
2. Möglichkeit:
die Werte werden stellenweise angezeigt
Beispiel: du möchtest einen weiten Wertebereich darstellen (mehrere Dekaden). Das kann mehrere tausend Werte umfassen. Ein komplettes skin-file ist im Handling sehr unpraktisch. Also erstellst du ein skinfile mit 10 Ziffern, Komma und Vorzeichen. Der „Nachteil” ist dann allerdings, dass du dir an einem Nachmittag eine Verwaltung der Ziffern basteln musst, die die Ziffernfolge zu einem Wert zusammenfasst. Das ist aber eher eine Spaßprogrammierung in Core und, falls du geübt bist, eine lockere Fingerübung.
Die dritte
Möglichkeit der Direkteingabe eines Wertes über die Tastatur wie in den Standardanzeigen von REAKTOR ist natürlich noch praktischer; da müsste man wahrscheinlich ein kleines Workaround bilden über ein Extra-Eingabefeld (normale Anzeige), das die Werte dann an die eigene Anzeige übermittelt. Der Trend (iPhone) geht aber eher dazu, stellenweise die Werte „anzuscrollen”.
Für die letzte Möglichkeit könnte man sicherlich tricksen: Du erstellst eine Werteanzeige in knobman und legst es als skin über einen Regler oder eine numerische Anzeige. Nun könnte man ein transparentes Mausfeld zusätzlich darüber legen, das als Umschalter für ein Stacked-Makro arbeitet. Mit dem könnte man wechselweise jeweils das andere Stacked-Makro aufrufen. Der Aufwand und die Programmierung sind erheblich aber auch interessant, lenken aber leider von dem eigentlichen Ziel des Ensembles zeitlich und gedanklich ab. Ich habe dann vor zwei Jahren entschieden, dass ich nur noch mit dem Standard von REAKTOR arbeite und lieber im „Untergrund” NI immer wieder „bearbeite”, doch endlich mal etwas für das GUI zu investieren.
Falls du das Thema weiter verfolgen möchtest, kann ich hier den thread trennen.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann finde ich die Lösung
mit einem zentralen Werte-Eingabefeld noch am praktischsten:
- Du erstellst ein Werte-Eingabefeld mit einem normalen Regler.
- Jedes Wertefeld erhält ein transparentes darüber liegendes Triggerbutton, mit dem es dem Werte-Eingabefeld über eine Adresse „mitteilt”, dass es einen neuen Wert haben möchte. Das Werte-Eingabefeld übergibt nun seinen Wert über einen Eventbus (partials framework !

) wieder an die Anzeige.
Man könnte sogar darüber nachdenken, ob man die Bus-Nachrichten mit IC-send herüberschickt.
An diesen kurzen Ausführungen erkennst du hoffentlich, wie interessant dieses Problem ist, aber auch wie sehr es ausufern kann zu einem unabhängigen Teilprojekt. Offenbar hat sich NI darüber auch mal teilweise Gedanken gemacht, da man in offiziellen Ensembles zum Beispiel die gleichen Wertenzeigen wiederfindet.