MODULE (5)
LR-02 (LR = LFO / Random Oszillatoren)
Wider Erwarten eine große und Zeit raubende Angelegenheit.
Zum einen wollte ich unbedingt einen Bug beseitigen: der reset-Eingang des alten LFO-Moduls funktionierte nur im Monobereich und nicht polyphon. Dies wurde berichtigt. Nun kann man die LFOs kontinuierlich synchron durchlaufen lassen oder jeweils für jede Voice neu triggern (Start bei der Nullphase).
Eine große Mühe habe ich verwendet, den LFO zu optimieren. Zunächst gab es die Wahl zwischen dem primary- und dem core-LFO. Ich bin schier verzweifelt, um herauszufinden, warum der primary-LFO so wenig CPU-Verbrauch hat.
Schließlich habe ich mal ein Oszilloscop hinter beide geklemmt und siehe da - der primary-LFO ist nur für gaaanz langsame Schwingung erträglich (maximal einige Herz).
LFO 6Hz.gif
LFO 20Hz.gif
LFO 67Hz.gif
Die Bilder sagen genug aus. Der Primary-LFO kann nur bei sehr niedrigen Frequenzen mithalten. Ich habe mich für den Core-LFO entschieden, letztlich ist es ein ganz normaler Oszillator allerdings ohne das AntiAlaising-Makro. Bei so niedrigen Frequenzen ist es unnötig und spart damit CPU-Verbrauch; trotzdem kostet die Entscheidung einige CPU Prozentteile.
Nun zum Aufbau: Das Panel enthält viele neue Tricks und hat entsprechend lange Zeit in Anspruch genommen. Alle Elemente lassen sich aber wieder leicht in anderen Modulen verwenden und einfach anpassen.
LR-02.gif
Das Modul enthält zwei identische LFOs. Daher die Bezeichnung LFO [d] (d=dual)
Der oberste Regler regelt die Frequenz. Mit der linken Maustaste wird in ganzen Schritten verändert, mit der rechten in 0.01-Schritten. Der Frequenzbereich ist 0Hz-127Hz.
Die Funktionsweise dieses Reglers habe ich schon vor einigen Wochen beschrieben. Ich gehe hier nicht nochmals darauf ein.
Darunter befindet sich der Regler für die Pulsweite der Rechteckschwingung. In einer neueren Version möchte ich damit auch die Symmetrie der Dreiecksschwingung verändern können.
Die Lampe ist eine Spezialanpassung an das Format der Ein- und Ausgänge. Sie arbeitet nur bis 5Hz, darüber wird sie ausgeschaltet, da die Displayanzeige sich ohnehin nur mit 25Hz erneuert.
Rechts danaben findet man die Anzeigen v-rst (im oberen LFO) bzw. cont (im unteren LFO). Es handelt sich hier nicht nur um ein einfaches Textelement, sondern um einen Umschalter. Klickt man auf den Text, so wird vom kontinuierlich schwingenden phasengleichen LFO (monophon) auf polyphone LFOs umgeschaltet. Die letzten werden jeweils durch die letzte benutzte Taste polyphon (also für jede Stimme extra) auf die Nullphase gesetzt. Da man das nicht immer benötigt, schalte ich dieses Feature nicht einfach aus, sondern benutze tatsächlich sowohl eine monophone, wie auch eine polyphone Version.
Unter der Lampe befindet sich der Ausgang. Mit dem Bildelement daneben (ihr ahnt es schon) kann ich durch Anklicken die jeweiligen Wellenformen wechseln: saw up, saw down, pulse, triangle, sinus, random.
Der Schalter ist zyklisch, d.h. ein Linksklick auf den Text lässt ihn vorwärts wechseln, hinter der Random-Auswahl beginnt er wieder von vorne. Mit Rechtsklick erfolgt das ganze rückwärts.
Alle Positionen werden abgespeichert.
Das Modul ist insgesamt nicht so komfortabel wie das des MM1; dieser konnte alle Wellenformen parallel und auch unipolar ausgeben. Für den Nachfolger des MM1 habe ich mir diese etwas abgespeckte Version ausgedacht. Mir war es aber wichtiger, zwei unabhängige LFOs zu haben. Natürlich werden die größeren Modularen beide Versionen enthalten.
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